Zeichnerische Verknüpfungen: Michael Lange

Studioausstellung seit Januar 2021 im KOENIGmuseum

Der Landshuter Künstler Michael Lange (*1950) nimmt seine Umgebung bevorzugt mit dem Zeichenstift wahr. 2018 und 2020 setzte er sich intensiv mit Skulpturen von Fritz Koenig auseinander. Die Präsentation von Michael Sailstorfers ›brain‹ im KOENIGmuseum nahm Lange zum Anlass für eine zeichnerische Gegenüberstellung mit Fritz Koenigs ›Bouquet‹.

Die beiden Studioausstellungen zu Sailstorfer und Lange im KOENIGmuseum zeigen Ähnlichkeiten und Unterschiede dieser Skulpturen. ›Bouquet‹ und ›brain‹ haben – wie auch das bekannteste Werk Fritz Koenigs, die Kugelkaryatide – eine kugelige Grundform, sind aus Bronze gefertigt und stehen auf einem kurzen, vertikalen Sockel.

Beim Zeichnen treten für Michael Lange jedoch wesentliche Unterschiede hervor: Koenigs ›Bouquet‹ zeigte sich ihm als malerisch und stabil, wie ein Stillleben oder ein edles Monument von zeitloser Würde. ›Brain‹ hingegen schien Lange in unruhiger Bewegung zu sein. Ein fließendes, endloses Gedankenaggregat.

Zwischen den Versionen von ›Bouquet‹ (1966/67) und ›brain‹ (2020) liegen nicht nur rund 50 Jahre, sondern auch ein grundsätzlich anderes Verständnis von Kunst: das der klassischen Nachkriegsmoderne, vertreten durch Fritz Koenig, und das der Konzeptkunst von Michael Sailstorfer im Gefolge von Joseph Beuys. Durch die zeichnerische Verknüpfung der beiden Werke durch Michael Lange tritt der ihnen innewohnende Charakter deutlich hervor.

 

Diese Ausstellung entstand mit großzügiger Förderung durch den Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V., der die Skulptur ›brain‹ von Michael Sailstorfer als Leihgabe an die Museen der Stadt Landshut zur Verfügung gestellt hat.
 

Öffnungszeiten

Di – So  10 – 17 Uhr
24./25./31. Dezember und Faschingsdienstag geschlossen, 
1. Januar: ab 14 Uhr geöffnet

Eintritt

Eintritt frei!