Dialoge im Labyrinth: Ganslberg – Zukunftsperspektiven

Ausstellung ab 23. Februar 2019 im KOENIGmuseum

Weiterhin bilden »Dialoge im Labyrinth« den Zugangsschlüssel zum KOENIGmuseum. 2019 tritt Fritz Koenig mit seinem Werk und seiner Sammlung in mehreren Rollen als Dialogpartner auf: Neben dem Lehrstuhlinhaber für Plastisches Gestalten begegnen wir dem ›Landshuter‹. Daneben gewinnt er als Künstler der »Bonner Republik« an Profil. Zudem gebührt ihm als Schöpfer der »Sphere« weltweite Reputation, bevor er schließlich als Afrika-Sammler und als Ganslberger in weitere Bezugsrahmen tritt. 

Mit all diesen Facetten zeigt das KOENIGmuseum die weit über die Region reichenden Konstellationen und Netzwerke, in denen Koenig mit seinem Œuvre von Landshut aus seinen Beitrag zur Weltsprache der abstrakten Kunst in der Post-War-Ära leistete. Mit fast dreißig Entwurfsmodellen zur Zukunft des Ganslbergs stellt die Ausstellung den Entstehungsort der New Yorker Kugel in vielen Verwandlungen als Erinnerungsort vor Augen.

Fritz Koenig pflegte Kontakte zu Sammlern in nah und fern. Unter den langjährigen Freunden seiner Skulpturen und Zeichnungen offenbart eine der wichtigsten Privatsammlungen eine unübersehbare Affinität zum Motivbereich der Pferde.
Gleichzeitig fand aber auch das engere Umfeld des Bildhauers angemessene Aufmerksamkeit: Mit Anton Hiller und Karl Reidel bereichern Koenigs akademischer Lehrer sowie ein Landshuter Studienkollege und Weggefährte das Bild: Gemeinsam mit Karl Reidel hatte Koenig 1955 eine Studienreise nach Ägypten unternommen, wo er auf dem Staatsgestüt El Zahra erstmals mit Arabischen Vollblütern in Berührung kam.
Ein Werk wie Reidels »Baugerüst« (1960) steht geradezu symbolisch für die Anfangsjahre der ›Bonner Republik‹, als deren künstlerischer Repräsentant Fritz Koenig um 1960 der internationale Durchbruch gelang.


Seit seinem Studienaufenthalt in Paris 1951 sammelte Koenig ›Afrika‹. An der Wiege der Menschheit wähnte er sich – wie so viele Künstler der Moderne – dem Ursprung der bildnerischen Phantasie ganz nahe, ohne dass dies in sein plastisches Arbeiten Eingang fand.
Wie die Sterne an einem nächtlichen Himmel verteilt sich ›Afrika‹ heute in den Schränken und Vitrinen der Hauptstädte Europas und – seit Picasso – in den Sammlungen der Künstler. Die Afrikasammlung Fritz Koenigs gilt als eine der bedeutenden Künstlersammlungen der Kunst des ›schwarzen Kontinents‹. Die Sicht auf Afrika ist unter dem Druck der Globalisierung seit Jahren im Umbruch. Fritz Koenig selbst hat die erste Präsentation seiner Sammlung 2000 unter den Titel »Mein Afrika« gestellt, um unmissverständlich das Subjektive seines Handelns als Sammler anzuzeigen.


Öffnungszeiten

Di – So  10 – 17 Uhr
Faschingsdienstag geschlossen

ab 23. Februar 2019 geöffnet

Eintritt

Eintritt frei!