Handwerk und Humanität – Walter Heufelder zum Hundertsten
21. März 2026 – 5. Juli 2026
Das schöpferische Tun und die Ausbildung des keramischen Nachwuchses – damit sind die wesentlichen Triebfedern im Leben von Walter Heufelder benannt, der Anfang des Jahres seinen hundertsten Geburtstag feiern konnte!
In Landshut hat sich Walter Heufelder als Direktor der Keramikschule von 1975 bis 1988 bleibende Verdienste erworben. Rund zwei Jahrzehnte als Fachlehrer für Keramik und Leiter des Lehrbereichs Keramik an der Fachhochschule Köln lagen da bereits hinter ihm. Seine Einstellung zum Handwerk war bestimmt von der Überzeugung, dass der Mensch erst im Schöpferischen wesenhaft zur Entfaltung komme. Als Lehrer hatte er bei der Arbeit mit Kopf und Hand daher immer den ganzen Menschen im Blick.
Die aktuelle Studioausstellung im KOENIGmuseum macht erstmals die Schenkung von knapp fünfzig Arbeiten bekannt, die Walter Heufelder aus Verbundenheit mit der Stadt Landshut den Museen 2025 übergeben hat. Ergänzt um Leihgaben aus der Neuen Sammlung in München zeichnet die Ausstellung die wesentlichen Etappen seiner künstlerischen Entwicklung über fünf Jahrzehnte nach.
Walter Heufelder ist eine der Hauptfiguren der deutschen Studiokeramik, die in der jungen Bundesrepublik in den 1960er Jahren Anerkennung fand. Die Entdeckung des Gefäßes als Medium künstlerischen Ausdrucks ist ein Phänomen der Wirtschaftswunderjahre. Es war dieselbe Zeit, als Fritz Koenig der internationale Durchbruch gelang. Vor seinem Studium an der Münchener Akademie der Bildenden Künste hatte er sich zunächst als Schüler an der Keramikschule eingeschrieben.
Eröffnung: 21. März, 14 Uhr (Anmeldung erforderlich, möglich ab dem 16. März 12 Uhr)
Laufzeit: 22. März bis 5. Juli 2026